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Subject: Re: No Castling - No FRC (German)

Author: Frank Quisinsky

Date: 14:24:51 06/22/03

Go up one level in this thread


On June 22, 2003 at 17:07:29, Peter Berger wrote:

Hi,

>Ich poste üblicherweise in Englisch - ich wählte Deutsch um Missverständnisse zu vermeiden.

Da meine guten ENG Kenntnisse bekannt sind natürlich besser für mich zu
verstehen, daraus mache ich kein Geheimnis ...

>Zum Thema FRC habe ich mich hier schon wiederholt geäúßert. Mich interessiert
>diese Variante als solche persönlich nicht besonders, aber ein Aspekt schon -
>Auswirkungen auf Matche Mensch gegen Computer und Computern untereinander, da
>ich hier Reinhards Einschätzung nicht teile bzw. unlogisch finde. In Matches
>Mensch gegen Computer erwarte ich dass die Engines ohne jede Anpassung (außer
>den Rochaderegeln) den Menschen überlegen sind ( da der Mensch nicht auf ihm
>bekannte Stellungsmuster bzw. sein Schachwissen zurückgreifen kann), in
>Enginematches erwarte ich kaum Veränderungen zu Ranglisten im normalen Schach.

Das ist in der Tag der interessante Ansatzpunkt und natürlich stellt sich genau
diese Frage in von Dir dargelegter Form.

Zunächst mal ändert sich durch FRC ja die komplette Eröffnungsbehandlung. "Wir"
haben früher z. B. sehr gerne gestetet wie schnell ein Schachcomputer zur
Mattführung kommt.

Beispiel:
Weiss spielt nur Sh3, Sg1, Sh3 ...

Wie ist nun der Aufbau unterschiedlicher Programme bei FRC Positionen. Teilweise
wird vorhandenes Schachwissen außer Kraft gesetzt, weil die Figuren völlig
andere Ausgangsfelder haben (natürlich nicht die Bauern). Was passiert wenn der
Programmierer seinen Baby sagt Springer am Rand bringt ... und bei FRC steht
plötzlich in der Grundstellung ein Springer auf h1/h8 ?!

Ein andere Frage z.B.:
Schachprogramme profitieren von einem Buch oder profitieren nicht von einem
Buch. Einige Engine Autoren können nicht auch noch Ihr Programm derart
optimieren das lediglich für die Engine positive Varianten aus dem Buch gespielt
werden. Gefragt ist derzeit eher ... wie gut bauen sich die Programme auf und wo
gibt es Lücken.

Ein breite Testbasis ... es gibt noch viele andere Punkte die ich aufzählen
könnte.

In der Tendenz teile ich Deine Meinung.
Ich glaube auch nicht das es zu groben Unterschieden kommen wird, es sei denn
eine Engine hat wirklich FRC Wissen zu den ganzen Stellungstypgen und das
scheint doch eher aufgrund der 960 verschiedenen Möglichkeiten eine
Lebensaufgabe zu sein.

Insofern denke ich auch das im Grunde grobe Differenzen nicht auftreten werden
aber leicht zu erkennen sein wird wie sich z. B. auch ein Buch auf eine Engine
auswirkt. Viele Personen denken das ein gutes Buch bis zu 300 ELO ausmachen
könnte (glaube z. B. Vincent Diepeveen schrieb das mal).

Nun wenn ich Fritz ca. 5.000 gegen die komplette Konkurrenz spielen lasse weiss
ich welche Varianten im Buch stehen müssen.

Lange Rede ...
Es gibt unzählige neue Möglichkeiten etwas auszutesten und zudem macht FRC
wirklich Spass. Ich spiele FRC sehr gerne und habe wirklich keinerlei Chancen
bei dieser Schachvariante Punkte gegen die 3 FRC Engines zu erzielen. Im
normalen Schach gelingt mir das ja noch ansatzweise aber beim FRC gehe ich sang
und klanglos unter. Gestern bei einer Partie mit Springer auf A8 und D8. Der
Springer auf A8 wurde mir zum Verhängnis ... und das in einer relativ frühen
Partiephase.

>Zu Deinen anderen Punkten: ich sehe mich momentan außerstande die Diskussion
>fortzusetzen und wieder zur Tagesordnung überzugehen.

Sehr schön, Diskussion abgebrochen (zu Recht)!
Einer muss beginnen und genau das fällt zumindest mir auch nicht immer einfach!

Freue mich darüber das die Diskussion wieder in für "FRC wichtigen Bahnen"
verläuft!

Gruß
Frank



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