Author: Eduard Nemeth
Date: 05:02:17 07/26/03
ChessGenius for Handy 2003-07-26: Die neue Version 1.1 des ChessGenius für Handys 7650 und 3650 von Nokia besitzt nun auch einen Analysemodus! Jörg Hagen hat weiter getestet, und hat dem kleinen Genius neulich 30 Taktikstellungen (u.a. Yazgac-Test) vorgesetzt. Genius 1.1 schnitt dabei besser ab als die gesamte Brettkonkurrenz, wie z.B. der Mephisto Almeria 32 Bit! Ich wollte wissen wie lange die Version 1.1 benötigt um die folgende Stellung zu lösen, denn diese Stellung war früher eine meiner Lieblingstests um verschiedene Hardware miteinander zu vergleichen: [D]7K/8/k7/3p4/8/2P1P3/8/8 w - - Weiss am Zug, nur 1. Kg8! gewinnt. Genius 1.1 für Nokia findet den Zug Kg8 nach 51 Sekunden bei einer angezeigten Rechentiefe von 19 Halbzügen, so Jörg Hagen. Ich testete früher auf einem 80386er Prozessor mit 33 MHz den Genius 3 mit 3 MB Hash. Genius 3 benötigte für die Lösung damals 2 Minuten und 14 Sekunden. Später, auf einem P100, benötigte Genius 3 bei 15 MB Hash (im X-Modus, DOS) etwa 9 Sekunden um diese Stellung zu lösen. Im Vergleich dazu finde ich die 51 Sek. des ChessGenius für Nokia sehr gut! Wer alte Geräte noch besitzt, der kann die Stellung gerne selbst testen und dann vergleichen. Natürlich besitzt der Nokia-Genius noch keine Tablebases, aber immerhin kann er schon kleine Hashtables nutzen, die ja vor allem für Endspiele sehr wichtig sind, und ich wiederhole gerne noch mal: Genius kommt auch mit kleinen Hashtables sehr gut zurecht! Die erste Genius-Version 1.0 für den PC-Computer, konnte 384 KB für Hashtables nutzen, und war damals schon, vor allem im Endspiel, seiner Konkurrenz deutlich überlegen. Es gibt jedoch auch heutzutage noch Programme die ohne Tablebases mit Springer und Läufer nicht mattsetzen können, z.B. Ruffian 1.0.1 oder vor nicht allzu langer Zeit noch der ChessTiger 13. Der Genius beherrscht so etwas schon lange, ebenso Umwandlungen von Bauern in Turmendspielen. Wegen seines sehr kompakten Programm-Codes vermag der Genius auch ohne die Nullmove-Technik in erstaunliche Suchtiefen zu kommen, besonders im Endspiel, und fasziniert deshalb auch heute noch jeden Computerschach-Fan, auch wegen seines erstaunlichen Positionsverständnisses. Selbst ein Weltmeister Garri Kasparov musste diese Qualitäten im Jahr 1994 in London anerkennen, als er ein von Genius famos vorgetragene Endspiel verlor. Kompakt, schnell und gut - das waren nicht nur früher die Qualitäten eines ChessGenius, sondern gerade im heutigen Zeitalter von stets kleineren Geräten wie den Handys, ist der ChessGenius 1.1 für Nokia eine große Bereicherung für das moderne Schach! Weitere Infos entnehme der interessierte Leser auf der Homepage von ChessGenius: http://www.chessgenius.com/nok/index.html Eduard More on my Home "Eduard`s World", on the Site "ChessGenius für Handy": http://www.beepworld.de/members37/computerschach/
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Last modified: Thu, 15 Apr 21 08:11:13 -0700
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