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Subject: Re: CM9K facts: defaults not strongest, some settings stronger [german]

Author: Mike S.

Date: 16:18:47 03/18/04

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On March 18, 2004 at 17:49:06, Harald Faber wrote:

>(...)
>Daran ist nichts rätselhaft. Es nervt nur, wenn zum hundertsten Mal irgendein
>unbekannter Paul Meier irgendwelche Settings und Ergebnisse in den Raum wirft.
>Ergebnisse, die oftmals durch merkwürdige Testbedingungen erzielt wurden.
>Settings, die zu mindestens 99% nicht besser sind als die anderen 100
>vorhandenen. Das ist überflüssig wie ein Kropf.

Das ist wahr, bzw. das ganze macht keinen sehr koordinierten Eindruck und führte
zu einer Settingsinflation :-)) In den Surak (Grailmaster) Ratings wird CM9000
Mapi, von Markus Pillen, als #1 geführt. Von den Partienzahlen am besten an der
Spitze untermauert sind Grailmaster7 (#4). Ein anderer so umfangrecher
Settingsvergleich ist mir nicht bekannt.

(Er spielt auch gegen viele andere Engines, nicht nur CM untereinander.)

Vielleicht wird kleinen Detailänderungen (= quasi unendliche
Variationsmöglichkeiten) zu viel Bedeutung begemessen... zum Beispiel, mein
vielzitierter Vorschlag "CM9K_modified" wo nur Sel. 12 und KS 150/150 von den
Defaults abweicht, rangiert dort auf Rang 6 und um 32 Elo vor den bewährten
SKR-Settings. Wahrscheinlich muß man dabei einen gewissen statistischen
Errormargin in Betracht ziehen.

Designgeheimnis: Ich erkannte mit "gesundem Menschenverstand" :-) diese zwei
obgenannten Faktoren als diejenigen, die alle erfolgreichen Settings bis dato
gemeinsam hatten (KS in verschiedenem Ausmaß). Also war klar, daß diese allein
schon ein sehr gutes Setting ergeben mußten. Dazu habe ich keinerlei Testpartien
benötigt :-)

Beim Chessmaster X geht das ganz von neuem los. Ich glaube, wir werden einer
Meinung sein, daß es wünschenswert wäre wenn Defaults so weit ausgetestet sind,
daß es mit einer bestmöglichen Verläßlichkeit die "im Allgemeinen" besten im
Computerschach sind, also allround-artig für Computer ab 1 GHz und 5m/g oder so
(oder für sonst ein "typische" Konfiguration). Eigentlich ist es bei den
allermeisten Engines so, oder zumindest nichts gegenteiliges bekannt.
Hauptausnahmen allenfalls jüngere Nimzi sowie u.U. Gambit Shredder 7/8.

Ist dem nicht so, "zersplittern" verschiedene gebräuchliche Settings den
Gesamteindruck der Testresultate und werfen Zweifel auf, wie es ja auch
anläßlich der SSDF-Tests der Fall ist.

Hierbei fällt mir ein, daß es für die Hersteller eigentlich leicht wäre etwaigen
Bedenken für "gewöhnliche" User zu entkommen, wenn sie einfach spezifische
Settings für Computerschachpartien extra mitgeben würden. Dann könnten die für
den Alltagsgebrauch gleichzeitig "konservativ" bleiben, aber die
"Enginematch-Settings" gleichzeitig das King-Potential mit einem gewissen Risiko
besser ausreizen. - Aber das ist wahrscheinlich wieder zu kompliziert :-)

(Ich schreib's mal als message hier 'rein, dann ich nachher meckern man habe
nicht auf mich gehört :-))

mfg.
Michael Scheidl



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