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Subject: Flame or not?

Author: Harald Faber

Date: 03:06:17 01/20/99

Go up one level in this thread


On January 20, 1999 at 04:58:41, Micheal Cummings wrote:

>>Hmm. Will thinks he has proof that X plays with a computer. What is the problem
>>with all that, either he is right or wrong? It is just his opinion. Do you go to
>>court if someone says he believes he has proof that the earth is a plate?
>
>you canot make an opinion that is deflamatory, lets see how happy ICD would be
>to be sued.

I don't see it deflamatory, sorry if we disagree here.

>It is no different if I gave my opinion that you were molester and spread it
>everywhere. You cannot allow that post to be on here, it is deflamatory.

So what? I wouldn't mind if someone posts in rgcc that the CCC moderators stink,
betray, cheat or whatever.
For me this is a different place. Would you care if someone posts in an African
newspaper that M. Cummings never played himself on ICC/FICS etc. but used a
program?
I understand that you disagree because you have a different sight of that. No
problem for me.
What I don't understand is why you make such a big business out of this, I find
the tone not correct.

And finally it leaves the impression that you and few others here try to provoke
us with criticizing everything we do or write.
So please don't expect us answering to ALL your criticisms.

Just for amusement, I hope you manage to translate it, I give another example I
found some minutes ago:

Wie ein Amateur den Großmeister matt setzt
    Kreisligaspieler soll sich mit James-Bond-Tricks zum Sieg gemogelt haben
    Von Hartmut Metz
    Böblingen ­ Das „Drehbuch" ähnelt frappierend James-Bond-Filmen mit den
Zutaten geniale technische Tüfteleien,
    überraschende Wendungen, und am Schluß scheitert der Bösewicht, der zuvor so
gerne den Helden gemimt hätte,
    an seiner Eitelkeit. Lediglich die Kulissen waren mit einem Schachturnier in
Böblingen wenig spektakulär. Das
    Ergebnis dafür umso mehr: Clemens Allwermann, ein unbekannter
Kreisklasse-Amateur siegte mit 7,5:1,5 Punkten
    vor etlichen Weltranglistenspielern.
    Vor der Aufgabe von Sergej Kalinitschew in der Schlußrunde verkündete der
Kreisligaspieler dem Großmeister
    großspurig: „Das ist Matt in acht Zügen." Der Berliner lächelte nur
süffisant: In einer derartig komplizierten
    Stellung würde es keiner seiner Profikollegen wagen, ein Matt in acht Zügen
anzukündigen. „Lachen Sie nicht,
    prüfen Sie es nach!" giftete daraufhin der Amateur, der mit einer
Wertungszahl von 1925 in Deutschland nicht
    einmal zu den besten 10 000 zählt, jedoch in Böblingen mit über 2630
ELO-Punkten wie einer aus den Top 40 der
    Weltrangliste agierte.
    Die Verhöhnung des Unterlegenen nahmen neugierig gewordene Zuschauer zum
Anlaß, die freche Prognose des
    55jährigen nachzuprüfen. Das Schachprogramm „Fritz" bestätigte: Die
Schlußstellung ergab ein Matt in acht
    Zügen. Seitdem beschäftigen sich zahlreiche Schachspieler mit den Partien
des unbekannten Amateurs. Ihre
    Erkenntnis ist immer wieder dieselbe: „Fritz", der schon Weltmeister Garri
Kasparow in die Knie zwang,
    rekonstruiert auf Turnierstufe problemlos die Züge Allwermanns. Daher
munkelt man, sie seien auch auf einem
    schnellen Computer ausgebrütet worden. Mittels einer in einen Kugelschreiber
eingebauten Minikamera könnten
    die auf dem Partieformular notierten Züge zu einem Gehilfen gelangen.
Außerdem böten Allwermanns langes Haar
    und die Brille genügend Tarnung für ein Hörgerät, womit die „Fritz"-Züge zu
einer wahren Eingebung von oben
    gerieten.
    Der Frührentner, der als „Selbständiger" in der
„Unterhaltungselektronik"-Branche arbeitete, verweist Vergleiche
    mit dem Bond-Bastler „Mister Q" ins Reich der Fabeln: „Die Vermutung ist
lächerlich. Wie sollte das technisch
    gehen? Ich hatte relativ viel Glück."
    Daß die Steigerung seiner Leistung, die ungefähr einer Verbesserung der
Hundertmeterzeit von 14,0 auf 10,0
    Sekunden entspricht, mit elektronischem Doping erfolgte, machen die Zweifler
an zahlreichen Indizien fest: „Ich
    habe Allwermanns alte Partien nachgespielt. Die waren einfach schlecht",
urteilt Kalinitschew. In Datenbanken
    finden sich Belege aus Dresden und Bad Ragaz (Schweiz) mit kläglichen
Niederlagen in 16 und 21 Zügen. Der
    42jährige Großmeister fühlt sich betrogen. „Mein Gegner war angetrunken. Ich
dachte zunächst, das ist eine Art
    Freilos. Hätte ich gewußt, daß ich gegen einen Computer spiele, hätte ich
eine andere Eröffnung gewählt."
    Gerhard Decker kennt den ehemaligen Kreisjugendleiter seit vielen Jahren.
„Dieses Ergebnis ist für mich
    eigentlich völlig unglaublich, da Allwermann nicht die Spielstärke für einen
Erfolg in diesem Feld besitzt", urteilt
    der Vorsitzende des Bezirks Schwaben. Auch ihm „drängt sich der Verdacht der
Nutzung nicht erlaubter
    Hilfsmittel auf. Sollte sich dieser bestätigen, muß Herr Allwermann im
Bezirk Schwaben mit Konsequenzen
    rechnen."
    Direkt nach seinem Erfolg beim Böblinger Open kündigte Clemens Allwermann
an, im März in Bad Wörishofen zu
    starten. Während sich Witzbolde gegen den Taschen-Deep-Blue am Brett mit
Störsendern wappnen wollen, erhält
    der schachliche Spätentwickler unweit seines Wohnortes Berkheim die
Gelegenheit, seine Genialität unter Beweis
    zu stellen. „Im Auftrag ihrer Majestät", genauer gesagt der gegnerischen
Könige, wird die Turnierleitung aber den
    vermeintlichen „Dr. No" jagen.
    © DIE WELT, 20.1.1999



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