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Subject: Re: Testposition: easy for human, hard for computers!

Author: Dieter Buerssner

Date: 11:04:53 04/01/04

Go up one level in this thread


On March 31, 2004 at 20:15:21, Eduard Nemeth wrote:

Sorry for the empty posts in this thread.

>Die Hauptfrage ist die, das siehst Du auch an der Analyse da unten (steht so
>auch auf meiner Homepage):
>
>Warum bleibt YACE (oder eine andere Engine, egal) nicht beim Gewinn des Bauern?
>Da schwarz ja sowieso seinen Springer von e4 nach f6 zurückspielen muss, hätte
>YACE ja beim Bauerngewinn bleiben können, oder nicht?

Du beantwortest es ja selbst weiter unten. Nach Kf3 wurde halt schneller Remis
gefunden (bei einer Tiefe, wo Sxe4 noch positive Bew. f. W. hatte).

>Warum also ein Remis ohne die beiden Bauern, wenn man Remis auch mit einem
>Bauern Plus auch hat (und evtl. sogar mehr wie dieses Beispiel zeigt)?

War halt noch nicht gefunden.

>Mir ist natürlich klar dass ein Programm bei dem Zug bleibt, den es als ersten
>mit 0.00 bewertet hat, auch wenn andere Züge ebenfalls irgendwann (zumindest
>vorübergehend) 0.00 anzeigen. Vermutlich wechseln die Programme hier zu Kf3 weil
>ihnen dann schneller ein 0.00 anzeigt wird, wegen weniger Material auf dem
>Brett.

Ja. Es ist übrigens eine interessanter Gesichtspunkt, Remis nicht gleich Remis
zu nehmen. Ich habe vor, bald was in der Art zu implementieren. Sagen wir Remis
(z.B. durch Zugwiederholung) mit gleichem Material -> 0.00. Remis mit einem B
mehr 0.0001, mit Dame mehr 0.0010 oder so. Dann würde bei Alternativen Remis
immer das mit dem besten Material bevorzugt.Crafty macht sowas ähnliches auch
schon bei TB-Remis.


>Hätten die Programme das nicht DENNOCH in den Hashtabellen temporär abspeichern
>können, und danach Ausschau halten können ob der eine gewonnene Bauer doch
>gewinnen könnte (so viele Züge sind es ja auch nun wieder nicht bis zur Dame,
>betrachtet man die sel. Tiefe z. B. die von Yace da unten, immerhin schon 50
>Halbzüge)?

In der Hauptvariante verwandelt sich der B im 23. Halb-Zug, das erfordert schon
einige Rechentiefe. Yace müsste es eigentlich bei Tiefe 20 sehen (tat es aber
nicht :-(), da vorher noch 2 Züge sind, die die Tiefe um eins erweitern (das
Schachgebot und d2), und d1D wird in der Ruhesuche behandelt. Deswegen meine
Vermutung, dass auch null move eine Rolle spielen könnte. Könnte natürlich auch
sein, dass man das Verwandeln des B etwas weiter hinauszögern kann (wobei dann
das Matt schneller kommt). Die selektive Tiefe 50 ist in der Tat bedenklich. Ich
vermute es gibt Varianten, wo unheimlich viele Springerschachs kommen, die dann
selektiv tief gerechnet werden (obwohl das in dieser Position nix bringt). Es
ist dir ja schon klar, dass die engine zu einfältig ist, die Stellung zu
verstehen (obwohl man das hier vielleicht gar nicht so schwer einbauen könnte -
würde sich aber wohl für spezielle studien-artige Stellungen lohnen).

Grüße,
Dieter

PS. Nach 9 Stunden kam dann auch das Matt in 16



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