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Subject: Chess instants - Aspects of Fritz 8.0026 (English/ german with analyses)

Author: Eduard Nemeth

Date: 04:47:34 08/23/04


Some characteristics of the chess program Fritz 8,0,0,26.

In front: If articles mean over the chess program Fritz, I will now and then
continue to write, I have still another whole abundance at material, which would
like to be evaluated. In this column I would like for the interested reader
up-to-date a jump last Fritz 8 version to make, because is sometime with the
coming of Fritz 9 evtl. to count (which I would like to then test likewise
extensively).

21 months ago ago the 1 appeared.  Fritz 8-Version.  Afterwards there were
several updates.  Approximately one year ago then the last public engine
(engine) of Fritz 8, with the internal version number appeared 8,0,0,26.  First
this Fritz 8 engines came as WM edition into the public - and later than Fritz 8
Special edition.  During the WM edition at that time, outweighed a special 3D
diagram, which became engine only few improved.  In the WM edition thus no
computer world champion was, also not the X3D Fritz version against Kasparov
later played.  The term WM edition was delivered only one allusion on one the
WMs, computer chess WM 2003 in Graz, or on the at that time specially invented
WM in X3D chess, where Garry Kasparov with a special 3D eyeglasses at a PC
monitor played.  We want to look at ourselves now on the basis an example
portion, the characteristic this last Fritz 8 version a small little.  The
following portion down, which I played recently against Fritz 8.0.0.26, is to
serve us as basis.  I had put on the portion intentionally in such a way that
Fritz only completely played few courses from the opening book.  Intentionally I
played the portion also, because let one computers play against each other, then
one can feel many worse the programs on the tooth, because humans act
strategically many more creatively, than the programs under itself tend to do
it!

Here first this portion is in PGN, one can this PGN easily with marking, copying
and inserting, into each modern chess surface insert.  From space reasons and to
the better overview, I did without the evaluations and considering times, but
one sees enough in the analyses under it more than.

Original german text:

Einige Eigenarten des Schachprogramms Fritz 8,0,0,26.

Vorweg: Meinen Artikel über das Schachprogramm Fritz, werde ich hin und wieder
weiterschreiben, ich habe noch eine ganze Fülle an Material, das ausgewertet
sein möchte.

In dieser Kolumne möchte ich für den interessierten Leser aktuell einen Sprung
zur letzten Fritz 8 Version machen, denn irgendwann ist mit dem Escheinen von
Fritz 9 evtl. zu rechnen (den ich dann ebenfalls ausgiebig testen möchte).

Vor etwa 21 Monaten erschien die 1. Fritz 8-Version. Danach gab es mehrere
Updates. Vor etwa einem Jahr erschien dann die letzte öffentliche Engine (Motor)
von Fritz 8, mit der internen Versionsnummer 8,0,0,26. Zunächst kam diese Fritz
8 Engine als WM-Edition in die Öffentlichkeit - und später als Fritz 8 Special
Edition. Bei der WM-Edition damals, überwog eine besondere 3D Grafik, die Engine
selbst wurde nur wenig verbessert. In der WM-Edition steckte also kein
Computer-Weltmeister, auch nicht die X3D Fritz-Version die später gegen Kasparov
spielte. Der Begriff WM-Edition war nur eine Anspielung auf eine der ausgetragen
WMs, die Computerschach WM 2003 in Graz, oder auf die damals extra erfundene WM
in X3D Schach, wo Garry Kasparov mit einer speziellen 3D Brille an einem
PC-Monitor spielte.

Wollen wir uns jetzt anhand einer Beispielpartie, die Eigenart dieser letzten
Fritz 8 Version ein klein wenig anschauen. Folgende Partie unten, die ich
kürzlich gegen Fritz 8,0,0,26 gespielt habe, soll uns als Grundlage dienen.

Die Partie hatte ich absichtlich so angelegt, dass Fritz nur ganz wenige Züge
aus dem Eröffnungsbuch spielte. Absichtlich spielte ich die Partie auch selbst,
denn lässt man Computer gegeneinander spielen, so kann man den Programmen viel
schlechter auf den Zahn fühlen, weil der Mensch strategisch viel kreativer
agiert, als es die Programme unter sich zu tun pflegen!

Hier ist zunächst diese Partie in PGN, man kann diese PGN leicht mit Markieren,
Kopieren und Einfügen, in jede moderne Schachoberfläche einfügen. Aus
Platzgründen und zur besseren Übersicht, habe ich auf die Bewertungen und
Bedenkzeiten verzichtet, aber man sieht in den Analysen darunter mehr als genug.



[Event "Blitz:30'"]
[Site "?"]
[Date "2004.08.23"]
[Round "?"]
[White "Fritz 8.0026"]
[Black "Nemeth, Eduard"]
[Result "0-1"]
[ECO "C40"]
[Annotator "Nemeth,Eduard"]
[PlyCount "52"]
[EventDate "2004.??.??"]

{128MB, Fritz8.ctg, P3 600} 1. e4 {0} e5 {3} 2. Nf3 {0} Bc5 {(Sc6) 3} 3. Nxe5 {
0} Nc6 {2} 4. Nxc6 {0.72/11 36} dxc6 {11} 5. c3 {0.87/12 24} Qh4 {(De7) 85} 6.
Qf3 {1.12/12 40} Bg4 {(Dg5) 25} 7. Qf4 {1.37/11 36} Bd6 {19} 8. e5 {1.50/12 29}
g5 {(Le7) 23} 9. Qd4 {1.53/11 75} O-O-O {(Le7) 31} 10. h3 {1.50/11 49} Nf6 {14}
11. g3 {1.31/11 26} Qh6 {9} 12. Bg2 {1.50/11 31} Bxe5 {8} 13. Qxa7 {0.65/12 64}
Rhe8 {21} 14. Kf1 {0.72/11 13} Be2+ {9} 15. Kg1 {0.53/12 42} Bb5 {24} 16. d3 {
0.37/11 23} Bd4 {18} 17. cxd4 {0.31/12 9} Re1+ {4} 18. Bf1 {0.03/12 38} Rxc1 {
164} 19. Kg2 {-0.50/13 0} g4 {(c5) 86} 20. h4 {-0.53/10 55} Ba6 {25} 21. Kh2 {
-1.00/11 16} Nd5 {10} 22. Rg1 {-2.32/11 35} Re8 {33} 23. Nc3 {-3.72/11 31} Rxa1
{10} 24. Bh3 {-3.88/10 21} gxh3 {23} 25. Rxa1 {-5.85/11 0} Qf6 {17} 26. f4 {
-6.85/11 30} Nxc3 {38} 0-1

Wie man sieht, dauerte die Partie nicht sehr lange, und ich hoffe dass der
Programmierer ebenfalls einen kleinen Blick auf sie wirft. Nach dem 3. Zug ist
das Eröffnungsbuch bereits verlassen worden, und Fritz 8,0,0,26 musste von da an
selbst rechnen sowie seine Strategien austüfteln. Der 7. Zug von Fritz entschied
übrigens schon, ob ich verlieren würde oder nicht! Doch statt seine Dame nach g3
zu spielen, zieht Fritz 8,0,0,26 sie lieber nach f4, wonach ich erst einmal
gerettet war. Nach Dg3 hätte ich fast aufgeben können. In der untenstehenden
Analyse sieht man sogar dass Fritz 8,0,0,26 an seinen Zug 7. Qf4 auch nach über
15 Minuten (auf meinem P3 600) festhält!

Fritz 8.0026 - Nemeth,E, Blitz:30', 2004

[D]r3k1nr/ppp2ppp/2p5/2b5/4P1bq/2P2Q2/PP1P1PPP/RNB1KB1R w KQkq - 0 1

Analysis by Fritz 8,0,0,26:



7.Df4 f6 8.Le2 Sh6 9.Lxg4 Sxg4 10.d4 Ld6 11.Df5 0-0 12.h3 Sh6 13.Lxh6

  +-  (1.43)   Tiefe: 13/42   00:03:06  53478kN

7.Df4 f6 8.Dg3 Dxg3 9.hxg3 Ld6 10.d4 c5 11.d5 Se7 12.Sd2 c6 13.Sc4 Td8

  ±  (1.28)   Tiefe: 14/46   00:06:15  108995kN

7.Df4 f6 8.Dg3 Dxg3 9.hxg3 Ld6 10.d4 c5 11.d5 Se7 12.Sd2 h5 13.Sc4 g6

  ±  (1.37)   Tiefe: 15/46   00:16:36  297439kN

Why didn't Fritz play the profit move Qg3?

My opinion therefore:

1. Fritz exchange in the central play only reluctantly the Queens.

2. After Qg3 white double pawns would missed have gotten, which does not like
Fritz obviously gladly.

3. Qf4 binds the bishop on g4.

4. Fritz threatens to take the pawn on c7.

5. Fritz threatens to be snatched Qe5+ according to which the black pawn on g7
possibly could.
6. The own threats are much more highly evaluated than those of the opponent.

 German:

Weshalb spielte Fritz denn nicht den Gewinnzug Qg3?

Meiner Meinung darum:

1. Fritz tausch im Mittelspiel nur ungern die Damen.

2. Nach Qg3 hätte weiß einen Doppelbauer verpasst bekommen, was Fritz
offensichtlich nicht gerne mag.

3. Qf4 fesselt den Läufer auf g4.

4. Fritz droht den Bauern auf c7 zu nehmen.

5. Fritz droht Qe5+ wonach der schwarze Bauer auf g7 evtl. geschnappt werden
könnte.

6. Die eigenen Drohungen werden viel höher bewertet als die des Gegners.

Das sind m. E. nach die Hauptgründe, weshalb Fritz hier diesen in diesem Fall
falschen Zug spielte. Dieses Verhalten zeigt uns dennoch auch sehr schön, worauf
Fritz u.a. im Mittelspiel gerne achtet.

Kommen wir nun zum Zug 9. Dd4?

Fritz 8.0026 - Nemeth,E, Blitz:30', 2004

[D]r3k1nr/ppp2p1p/2pb4/4P1p1/5Qbq/2P5/PP1P1PPP/RNB1KB1R w KQkq g6 0 1


Analysis by Fritz 8,0,0,26:



9.De3!

  +-  (1.47)   Tiefe: 13/42   00:02:54  45497kN

9.De3 Le7 10.d3 c5 11.h3 0-0-0 12.b4 Ld7 13.bxc5 f6 14.Sd2 fxe5

  +-  (1.50)   Tiefe: 13/42   00:03:10  49901kN

9.De3--

  ±  (1.22)   Tiefe: 14/41   00:06:01  97825kN

9.De3 0-0-0 10.Dxa7

  ±  (1.22)   Tiefe: 14/48   00:06:31  106359kN

9.Dd4!

  ±  (1.25)   Tiefe: 14/48   00:07:28  122843kN

Die Analyse von Fritz (ich habe sie nach 10 Minuten abgebrochen) zeigt uns ein
hin und her Wanken des Programms. Seinen aktiven Kurs hat Fritz beibehalten,
aber er kann sich zwischen Qe3 und Qd4 nicht entscheiden. Folgende HV zeigt uns
jedoch deutlich dass Fritz eine defensive Haltung seines Gegners erwartete:

9.Qe3 Be7 10.d3 c5 11.h3 0-0-0 12.b4 Bd7 13.bxc5 f6 14.Nd2 fxe5

Fritz erwartet nach De3 den passiven Zug Le7, doch etwas später erkennt er, dass
schwarz auch groß rochieren kann. Um jedoch aktiv zu bleiben, schwenkt Fritz
wieder zu Dd4 über. Noch ist die Partie nicht verloren für weiß, doch einen
weiteren Ausrutscher hätte sich Fritz nicht erlauben dürfen.

Gehen wir ein Stück weiter:

Fritz 8.0026 - Nemeth,E, Blitz:30', 2004

[D]2kr3r/ppp2p1p/2pb1n1q/4P1p1/3Q2b1/2P3PP/PP1P1P2/RNB1KB1R w KQ - 0 1


Analysis by Fritz 8,0,0,26:


12.Lg2 Lxe5 13.Dxa7 The8 14.0-0 Lxh3 15.d4 Lxg2 16.Kxg2 Lxg3 17.Kxg3 Dh4+ 18.Kg2
Dg4+

  +-  (1.50)   Tiefe: 11/36   00:00:34  7823kN

Nach satten 11 Zügen hat Fritz außer seiner Dame, keine einzige weitere Figur
entwickelt, sieht sich dennoch über einem Bauern im Vorteil (siehe Analyse
oben). Die scheinbaren Drohungen sind daran schuld. Da Fritz, wie schon gesagt,
seine eigenen Drohungen höher bewertet als die des Gegners, kam diese
Fehlbewertung und letztlich die Niederlage zustande.

Und noch ein weiteres Beispiel:

Fritz 8.0026 - Nemeth,E, Blitz:30', 2004

[D]2k1r3/Qpp2p1p/b1p4q/3n4/3P2pP/3P2P1/PP3P1K/RNr2BR1 w - - 0 1

Analysis by Fritz 8,0026:



23.a4!

  -+  (-3.47)   Tiefe: 9/35   00:00:09  1894kN

23.a4!

  -+  (-3.32)   Tiefe: 9/35   00:00:09  1918kN

23.a4!

  -+  (-3.00)   Tiefe: 9/35   00:00:10  2029kN

23.b4!

  -+  (-2.97)   Tiefe: 9/35   00:00:12  2564kN

23.b4!

  -+  (-2.82)   Tiefe: 9/35   00:00:12  2603kN

23.b4--

  -+  (-3.10)   Tiefe: 10/31   00:00:14  2910kN

23.b4 Df6 24.f4

  -+  (-3.10)   Tiefe: 10/41   00:00:19  4587kN

23.b4--

  -+  (-3.38)   Tiefe: 11/32   00:00:26  6244kN

23.b4 Df6 24.f4

  -+  (-3.38)   Tiefe: 11/38   00:00:38  10061kN

The analysis above as well as the position is typical for Fritz.

Analyses without variants, thus without large force of expression, as well as
the locked up the queen. I already locked up the Fritz queen several times at
the edge of board, without Fritz disturbed.

In this case however also Fritz recognizes that it completely lost stands.

As we here already see alone, Fritz has so his characteristics, and who
recognizes her, who can use this for its advantage in the play.  Further
characteristics of Fritz infer the reader please from my series chess program
Fritz, which I will now and then continue (on my Homepage under "Schachprogramm
Fritz").


German:

Die Analyse oben sowie die Stellung ist typisch für Fritz.

Analysen ohne Varianten, also ohne große Aussagekraft, sowie die eingesperrte
Dame. Ich habe die Fritzdame schon einige Male am Brettrand eingesperrt, ohne
dass Fritz das störte. In diesem Fall aber erkennt auch Fritz dass er völlig
verloren steht.

Wie wir allein hier schon sehen, hat Fritz so seine Eigenarten, und wer sie
erkennt, der kann dies für seinen Vorteil im Spiel ausnutzen. Weitere Eigenarten
von Fritz entnehme der Leser bitte meiner Serie Schachprogramm Fritz, die ich
hin und wieder fortsetzen werde.

Eduard Nemeth, 2004-08-23

See too my issue 13 on my Homepage, under "Schach-Augenblicke":

http://www.beepworld.de/members37/computerschach/

Eduard



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