Author: Thomas Lagershausen
Date: 02:10:03 09/16/05
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Hi Gerd, please allow me to answer in german. Ich denke schon, daß es in Voltaire´s schönster aller Welten genügend Zeit und materielle Versorgung gäbe sich hinzusetzen um passende Regeln für diesen Stellungstyp zu formulieren. Gerade bei unterschiedlichen Rochaden ist die Regel nach der das Spiel funktioniert relativ simpel. Wer zuerst mit allen(!) Kräften dem gegnerischen König an den Leib rückt gewinnt die Schoose. Der Satz das man ein Übergewicht an Kräften an dem Flügel wo man angreifen will herbeiführen muß stammt von Exweltmeister Michael Tal selber. Ich denke, daß SMK mit Beginn von Version 7 sehr auf diesem Feld gearbeitet hat bei Shredder. Das man den Erfahrungen von Jahrzehnten menschlicher Meisterpraxis so wenig Bedeutung schenkt verwundert mich immer wieder. Meneschen spielen nur aufgrund dieser Erfahrungen auf so einem hohem Level. Die taktischen Schlagkraft eines Menschen ist, wie wir Wissen, viel zu gering um komplizierte Stellungen richtig zu behandeln. Es sind vorwiegend die Erfahrungen, die einen Menschen zu einem gefährlichen Gegner im Schach machen. Eine Stellung nach unterschiedlichen Rochaden ohne Bauernsturm zu spielen ist so als ob man versuchen würde die Niagarafälle mit einem Schöpflöffel trocken zu legen. Wenn Programmierer noch nicht die perfekten Regeln für eine solche Spielweise formuliert haben so ist es aus praktischen Gründen wenig klug sich dumm zu stellen und die Programme trotz besserem Wissen die Stellungen falsch spielen zu lassen. Meiner Ansicht nach würde eine nicht perfekte Spielweise mit Bauernsturm immernoch zu einer Erfolgsquote von ca. 70% führen, während eine "sichere" Spielweise ohne Bauernsturm eher Erfolgsquoten von unter 50% bringen wird. Gruß TL
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Last modified: Thu, 15 Apr 21 08:11:13 -0700
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